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Für einen Umzug sollte das gesamte Hab und Gut ordentlich verpackt werden, damit nichts kaputt geht und im neuen Zuhause schnell wiedergefunden wird. Wir verraten Ihnen einfache Faustregeln, Tipps und Tricks rund um das Packen von Umzugskartons und einen stressfreien Umzug.

Inhaltsverzeichnis
• Umziehen - Was Sie rechtzeitig tun müssen
• Umzugsstress vermeiden
• Umzugskartons
• Termin für den Umzug definieren
• Einen Monat vor dem Umzug
• Zwei Wochen vor dem Umzug
• Eine Woche vor dem Umzug
• Am Umzugstag und danach

Das Haus wurde erfolgreich verkauft, demnächst steht der Umzug in ein neues Zuhause an? Dann haben ist schon viel Arbeit geschafft. Demnächst geht's an Packen. Häufige Fragen, die im Rahmen eines Umzugs auftreten, sind: Wie viele Umzugskartons benötige ich? Wie packe ich die Kartons am besten? Passen überhaupt alle Sachen in die neue Wohnung, oder muss ich vielleicht einen extra Lagerraum mieten? Gehen Sie am besten strategisch ans Werk, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Umziehen - Was Sie rechtzeitig tun müssen
Am Anfang eines möglichst stressfreien Umzugs steht die Planung. Mit der Planung können Sie gar nicht früh genug beginnen. Denn Sie werden schnell feststellen, ein Umzug ist mit viel Arbeit verbunden. Zu Ihren ersten Aufgaben zählt es daher, sich einen Plan zu machen, was Sie in den nächsten Wochen alles zu erledigen haben.

Umzugsstress vermeiden
Wenn Sie Ihren Umzug in aller Ruhe planen, erleichtern allen Beteiligten die Arbeit – während des Umzugs, aber auch später beim Auspacken. Außerdem sichert organisiertes Packen Ihr Hab und Gut vor Beschädigungen.

Umzugskartons

Wie viele Umzugskartons benötigen Sie?
Hier gibt es eine ganz einfache Faustregel: Sie werden einen Umzugskarton pro Quadratmeter benötigen. Planen Sie außerdem ein paar zusätzliche Kartons ein, dann kann gar nichts mehr schiefgehen.

Wie schwer darf ein Karton sein?
Wenn Sie sich und Ihre Umzugshelfer nicht übermäßig belasten wollen, sind maximal zehn bis fünfzehn Kilogramm ratsam. Wiegen Sie die fertig gepackten Kartons zur Kontrolle einfach mit der normalen Personenwaage.

Wie viele Kartons pro Person?
Denken Sie daran, dass jeder Umzugshelfer irgendwann schlapp ist. Sie sollten daher pro Person ca. 30 Umzugskartons einplanen.

Beschriften Sie die Kartons korrekt
Versehen Sie jeden Karton mit einer gut lesbaren, klar verständlichen Beschriftung an mindestens zwei Seiten. Das erleichtert das spätere Auspacken immens. Chaos vermeiden Sie außerdem, wenn jeder Karton möglichst nur mit Dingen aus einem Raum befüllt ist. Kartons mit zerbrechlichem Inhalt brauchen eine besondere Kennzeichnung. Hinweise auf den Inhalt wie „zerbrechlich“ oder „aufrecht stellen“ sind sinnvoll. Wer es ganz professionell möchte, kann spezielle Aufkleber für Glas verwenden, die im Schreibwarenhandel erhältlich sind. Alle fertig gepackten und beschrifteten Kartons stapeln Sie am besten in einer Ecke des entsprechenden Raums. Und auch im neuen Zuhause sollten Sie die Kartons am besten gleich im richtigen Raum abstellen. Zusätzlich hilfreich ist es, wenn Sie jeden Karton mit einer Priorität zwischen „sehr wichtig“ und „unwichtig“ kennzeichnen. Dann wissen Sie, in welcher Reihgenfolge Sie die Kartons am besten auspacken.

Wie packt man Umzugskartons richtig?
Schwere Gegenstände sollten sich im Karton unten befinden, leichtere oben. So ist die Gefahr geringer, dass etwas kaputt geht. Außerdem erhalten die Kartons Standfestigkeit und können besser gestapelt werden. Nehmen Sie kleinere Kartons für schwere Gegenstände und größere Kartons für leichte. Kartons bitte nicht bis zum Rand mit Büchern füllen, sondern höchstens bis zur Hälfte. Packen Sie zum Beispiel in den unteren Teil Bücher und in den oberen Teil leichte Kleidung. Denken Sie daran, dass Zeitungspapier abfärben kann. Sehr empfindliche Gegenstände daher möglichst nicht in Zeitungspapier einwickeln. Sehr kleine Gegenstände wie Deckelchen oder Eierbecher gerne in buntes, leicht erkennbares Papier packen, damit sie nicht aus Versehen mit dem Füllmaterial entsorgt werden. Wenn Sie Geld für Packpapier und Auspolsterungen sparen möchten, dann können Sie zum Verpacken auch Laken, Handtücher, Kissenbezüge oder Schals verwenden.

Was Sie bei Geschirr und Glas beachten sollten
Kartons mit Glas und Porzellan sollten Sie besonders vorsichtig packen und gut auspolstern. Wickeln Sie zerbrechliche Teile am besten einzeln in Papier oder Folie. Schütteln Sie den fertig gepackten Karton vorsichtig, dann merken Sie, ob die Gegenstände gut verstaut sind, ggf. polstern Sie den Karton noch weiter aus.

Wie Sie Textilien transportieren
Textilien – Kleidung, Handtücher, Tischdecken etc. – sind am einfachsten zu packen. Diese Kartons können bis zum Rand gefüllt werden. Pullover, Hosen und Bettwäsche sind dabei die schwersten Stücke und sollten unten liegen. Auf empfindliche Kleidung natürlich besondere Rücksicht nehmen.

Was Sie beim Transport von Lebensmitteln beachten sollten
Wenn Sie Lebensmittel transportieren, dann achten Sie darauf, dass die Umverpackungen gut verschlossen sind, damit nichts auslaufen kann. Gekühlte Nahrung muss sorgsam transportiert werden und darf bei Ankunft im neuen Heim nicht vergessen, sondern muss schnell wieder gekühlt werden.

„Überlebens-Kartons"
Packen Sie am besten zwei bis drei „Notkartons“ für ein oder zwei Tage mit Kleidung, Waschutensilien, Bettwäsche, Medikamenten und andere für Sie wichtige Dinge. Dann sind Sie auf der sicheren Seite, sollte irgendetwas beim Umzug schieflaufen. Gleiches gilt für Gegenstände wie Geschirr, Seife, Toilettenpapier und Handtücher, die man sofort in der neuen Wohnung braucht. Transportieren Sie diese Sachen am besten separat, zum Beispiel im eigenen Auto, damit sie schnell griffbereit sind.

Termin für den Umzug definieren
Urlaub beantragen, damit Sie sich voll auf Ihren Umzug konzentrieren können (manche Arbeitgeber gewähren Sonderurlaub – fragen Sie nach!) Helfer für den Umzug organisieren, z. B. Freunde und Familie Mietvertrag kündigen und Nachmieter finden (wenn Sie in einer Mietwohnung leben) Renovierungen mit dem Neubesitzer bzw. Vermieter/Nachmieter absprechen und ggf. Handwerker dafür bestellen Einrichtung für das neue Zuhause planen: Welche Gegenstände wollen Sie mitnehmen? Ggf. neue Möbel kaufen (Achtung: Oft gibt es für Möbel, Jalousien etc. Lieferzeiten über mehrere Wochen bzw. Monate) Aufräumen, entrümpeln, Flohmarkt… Sperrmülltermin festlegen Professionelles Unternehmen für Haushaltsauflösung organisieren Vertrag mit Transportunternehmen abschließen LKW, PKW oder Anhänger mieten Bei einem Umzug ins Ausland: sich über Visa/Aufenthaltserlaubnis, Zollbestimmungen, Krankenversicherung, Impfungen etc. informieren. Kinder in neuer Schule/neuen Kindergarten anmelden Daran denken, dass Telefon und DSL umgemeldet werden müssen Nachsendeauftrag der Deutschen Post Versicherungen aktualisieren (Haftpflichtversicherung, Hausratversicherung, KFZ-Versicherung, Krankenversicherung, Lebensversicherung etc.) Wer muss über den Umzug/die Adressänderung informiert werden? Verwandte, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Kunden, Bank, Stadtwerke, Einwohnermeldeamt, Kirche, Finanzamt, Arbeitsamt, GEZ, (Sport-)Vereine, Zeitungsabonnements, Fernseh-Abonnements, Schule… Termin für Wohnungs-/Hausübergabe planen

Einen Monat vor dem Umzug
Spätestens einen Monat vor dem Umzug sollten Sie sich von allem unnötigen Ballast trennen. Dazu zählt zum Beispiel Kleidung, die Sie nicht mehr tragen, Bücher und Zeitschriften, die nicht mehr gelesen werden und überflüssiger Kleinkram, der sich angesammelt hat. Je früher Sie mit Ihren Aufräum- und Entrümpelungsarbeiten beginnen, desto entspannter und bewusster gehen Sie ans Werk. Außerdem:
Melden Sie Wasser, Strom und Gas im alten Zuhause zum Umzugstermin ab und im neuen Haus an. Informieren Sie Ihre Hausratversicherung über Ihre neue Anschrift. In der Regel ist der Hausrat dann für ca. einen Monat sowohl für die alte als auch für die neue Wohnung abgesichert. Schließen Sie für Ihr neues Zuhause eine angepasste Versicherung ab. Teilen Sie der Telefongesellschaft und Ihrem Internetanbieter mit, wann Sie ausziehen und bestellen Sie den neuen Anschluss unter der zukünftigen Adresse. Besorgen Sie sich Umzugskartons Beantragen Sie ggf. bei der Straßenverkehrsbehörde eine vorübergehende Halteverbotszone vor Ihrem neuen Haus. Schließen Sie ggf. eine Umzugstransportversicherung ab. Ein Spediteur ist mit bis zu 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsvolumen haftbar – dies gilt jedoch nicht für „unabwendbare Ereignisse“ wie z. B. fremdverschuldete Unfälle. Mit einer Umzugstransportversicherung kann ein höherer Wert versichert werden.

Zwei Wochen vor dem Umzug
Jetzt rückt der Umzug immer näher. Vielleicht haben Sie in Ihrem alten Zuhause schon umfangreich aufgeräumt, so dass Sie Ihrem Umzug freudig und nicht gestresst entgegenblicken. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für folgende Aktivitäten: Melden Sie Ihr Auto um. Kündigen Sie Daueraufträge für Strom, Wasser, Gas, Telefon, Internet etc. Stellen Sie einen Nachsendeantrag für die Post, und denken Sie daran, den Namen am Briefkasten Ihres neuen Zuhauses anzubringen. Erinnern Sie die entsprechenden Freunde und Familie freundlich daran, dass sie beim Umzug helfen wollen. – Die Umzugshelfer sollten Sie bereits vor rund drei Monaten rekrutiert haben. Stellen Sie ggf. eine Betreuung für Ihre kleinen Kinder und Haustiere sicher. Prüfen Sie, dass ausreichend Kartons vorhanden sind.

Eine Woche vor dem Umzug
Der Countdown läuft. Sie werde feststellen, dass Ihr altes Zuhause sich mehr und mehr verändert. Inventar verschwindet in Umzugskartons, Schränke leeren sich, Möbel stehen nicht mehr auf ihrem gewohnten Platz. Wenn Sie kein professionelles Umzugsunternehmen engagiert haben, dann heißt es jetzt für Sie: anpacken! Kurz vor dem Umzugstag sollte Ihr Haushalt, mit Ausnahme dringend benötigter Dinge, sicher verpackt sein. Räumen Sie Schränke leer. Demontieren Sie Möbel, damit sie transportbereit sind. Wenn Sie ein Umzugsfirma engagiert haben, lassen Sie sich den Umzugstermin noch einmal final bestätigen. Melden Sie sich bei der örtlichen Meldestelle ab. Am neuen Wohnort haben Sie eine Woche Zeit, sich anzumelden. Besorgen Sie ausreichend Müllsäcke besorgen. Brauchen Sie so viele Essensvorräte wie möglich auf. Tauen Sie den Gefrierschrank am Tag vor dem Umzug ab. Sie haben einen Mietwagen reserviert? Holen Sie ihn am besten am Abend vor dem Umzug ab und prüfen Sie, dass Packdecken und Zurrgurte vorhanden sind. Verabschieden Sie sich vorab von Ihren alten Nachbarn und teilen Sie ggf. Ihren neuen Nachbarn mit, dass Ihr Einzug jetzt bevorsteht. Packen Sie eine Tasche, die Sie selbst transportieren, mit den wichtigsten Dingen (1 x Wechselkleidung, Wasch- und Putzmittel, Toilettenpapier).

Am Umzugstag und danach
Auch wenn Sie Ihren Umzug bestmöglich geplant und vorbereitet haben, Pannen können trotzdem passieren. Bewahren Sie dann dennoch möglichst die Ruhe. Sie sind auf jeden Fall gut gewappnet, wenn Sie folgende Gegenstände griffbereit haben: Werkzeug, Klebeband, Taschenlampe, Verlängerungskabel, Erste-Hilfe-Tasche. Mit diesen Gegenständen können Sie bei kleinen Pannen schnell eingreifen. Weitere Tipps sind: Prüfen Sie bei Ihrem Ein- oder Auszug in einem Mehrfamilienhaus das Treppenhaus vor und nach dem Umzug auf Schäden. Weisen Sie Ihre Umzugshelfer ein. Helfen Sie dabei, den LKW zu beladen. Ein Helfer sollte stets beim Fahrzeug bleiben, damit nichts daraus verschwindet. Stellen sie Getränke und einen Imbiss für Ihre Helfer bereit. Achten Sie beim Ausladen darauf, dass Kisten und Möbel möglichst in die richtigen Zimmer gebracht werden. Prüfen Sie bei einem Umzug mit einem Unternehmen frühzeitig, ob etwas beschädigt wurde: Äußerlich erkennbare Schäden müssen innerhalb eines Tages, verdeckte innerhalb von 14 Tagen angezeigt werden. Abnahmeprotokoll mit dem Vermieter/Käufer der alten Wohnung erstellen und unterzeichnen. Schlüsselübergabe. Bewahren Sie Rechnungen rund um Ihren Umzug auf, wenn Sie diese bei Ihrer Einkommensteuererklärung berücksichtigen wollen.